Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ist die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt für die Bundesländer Berlin und Brandenburg. Die Hauptstandorte befinden sich in Berlin und Potsdam. Der Sender ist unter dem Kürzel RBB bekannt, das korrekt als „rbb“ geschrieben wird. Mehr über die Geschichte des Senders erfahren Sie auf berlinfuture.eu.
Entstehungsgeschichte

Der RBB wurde 2003 durch die Fusion von zwei Anstalten, dem Sender Freies Berlin (SFB) und dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB), gegründet. Als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt hat er die Rechtsform einer gemeinnützigen Organisation des öffentlichen Rechts. Die Ausstrahlung begann am 1. Mai 2003. Die Rolle des RBB als öffentlich-rechtlicher Sender ist durch einen Staatsvertrag zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg geregelt.
Seit dem 30. August 2021 produziert der RBB Frühstückssendungen fürs Fernsehen. rbb Brandenburg sendet „Guten Morgen Brandenburg“ über Antenne Brandenburg, während rbb Berlin „Guten Morgen Berlin“ vom Berliner Stadtradio überträgt.
Darüber hinaus organisiert der rbb jährlich den Prix Europa, ein internationales Medienfestival für Fernsehen, Radio und Online-Produktionen. Es ist das größte trimediale Festival in Europa und ein Wettbewerb für Fernseh-, Radio- und Online-Inhalte. Das Festival wurde 1987 in West-Berlin gegründet und vom Rundfunk Berlin-Brandenburg ausgerichtet. 1997 fusionierte es mit dem Prix Futura Berlin. Von 2018 bis 2022 fand die Preisverleihung in Potsdam statt, seit 2023 wieder in Berlin.
Fernsehzentrum des rbb

Das Fernsehzentrum des rbb, das früher dem SFB gehörte, ist ein Gebäudekomplex, der aus drei Teilen besteht und im Berliner Stadtteil Westend in der Nähe von Charlottenburg-Wilmersdorf liegt. Der Komplex befindet sich zwischen der Masurenallee und dem Kaiserdamm, genauer gesagt am Theodor-Heuss-Platz. Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz.
Das neue Fernsehzentrum
Mit der steigenden Popularität des Fernsehens durch die wachsende Anzahl an Geräten, zusätzlichen Einnahmen und längeren Sendezeiten wurde das Deutschlandhaus, das seit 1954 als Fernsehzentrum diente, zu klein. Daher schrieb der Sender Freies Berlin (SFB) 1960 einen Wettbewerb für ein neues Fernsehzentrum aus. Trotz des Sieges von Bodo Fleischer entschied sich der SFB nach Rücksprache mit der BBC in London für den Entwurf des Zweitplatzierten Robert Tepez. Nach dessen Plänen wurde das neue Fernsehzentrum zwischen 1965 und 1970 errichtet. 2003 wurde es in rbb TV Center umbenannt. Zwischen 2011 und 2016 erfolgte die Sanierung des Flachdachs sowie Brandschutzmaßnahmen an den Treppenhäusern.
Zum 60. Jubiläum der Sandmännchen-Figur wurde eine lebensgroße Statue vor dem Fernsehzentrum aufgestellt. Sie erinnert an die Kindersendung, die von 1959 bis 1989 im geteilten Deutschland produziert wurde. Radio Eins eröffnete eine Lounge auf dem Dach des 14. Stocks, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Hier finden regelmäßig Führungen statt.
Kontrollorgane

Neben den Hauptstandorten in Potsdam und Berlin unterhält der rbb Studios in Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie Regionalbüros in Perleberg und Prenzlau.
Der Rundfunkrat des rbb besteht aus 29 Mitgliedern, die für vier Jahre berufen werden. Seit März 2023 ist Oliver Bürgel Vorsitzender, seine Stellvertreterin ist Elisabeth Herzog-von der Heide.
Der Verwaltungsrat setzt sich aus acht Mitgliedern zusammen, die ebenfalls für vier Jahre gewählt werden. Die letzten Wahlen fanden am 20. April 2023 statt. Seit dem 22. Oktober 2013 steht Wolf-Dieter Wolf dem Verwaltungsrat vor und löste Hartmann Kleiner ab, der das Amt seit der Gründung des rbb innehatte. Die Mitgliedschaft im Rundfunkrat und im Verwaltungsrat wird durch eine monatliche Pauschale und Sitzungsgelder vergütet. Im Dezember 2018 beschloss der Rundfunkrat, die Vergütung für die folgenden Amtszeiten zu erhöhen.