Montag, Februar 9, 2026

Der Gendarmenmarkt – Der schönste Platz Deutschlands

Der Gendarmenmarkt in Berlin gilt als einer der schönsten Plätze Deutschlands. Hier herrscht eine einzigartige Atmosphäre, die Besucher in ihren Bann zieht, berichtet berlinfuture.eu.

Der Gendarmenmarkt ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen und Berliner gleichermaßen. Regelmäßig finden hier Veranstaltungen wie Festivals, Konzerte und andere kulturelle Events statt. Heute spielt der Gendarmenmarkt eine bedeutende Rolle im kulturellen Leben Deutschlands und ist eines der wichtigsten Symbole Berlins mit einer reichen Geschichte und faszinierenden Fakten.

Die Geschichte des Gendarmenmarkts

Die Geschichte des Gendarmenmarkts reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. 1688 ließ der zukünftige König von Preußen, Friedrich I., das Berliner Vorstadtviertel Friedrichstadt anlegen. Der berühmte deutsche Architekt Johann Arnold Nering plante den Platz, der zu einem wichtigen Teil der Stadt wurde.

In diesem Viertel ließen sich einst französische Protestanten (Hugenotten) nieder, denen Religionsfreiheit und bürgerliche Sicherheit gewährt wurden. Friedrich I. beschloss, an diesem Platz zwei Kirchen zu errichten: eine für die lutherische Gemeinde und eine für die französisch-reformierte Gemeinde. Der Bau der Kirchen begann 1701.

Sein heutiges Aussehen erhielt der Gendarmenmarkt später unter Friedrich II. 1785 wurden die beiden markanten Kuppeltürme errichtet, die den Platz bis heute prägen. Die Gestaltung des Gendarmenmarkts orientierte sich an einer berühmten römischen Piazza, weshalb der Platz bis heute zahlreiche Elemente römischer Architektur aufweist.

Ursprünglich wurde der Platz als Markt genutzt und trug im 17. Jahrhundert den Namen „Lindenmarkt“, benannt nach den Lindenbäumen, die ihn umgaben. Später wurde er in „Mittelmarkt“ (Mittelmarkt) umbenannt und behielt diesen Namen bis 1786.

Seinen heutigen Namen erhielt der Gendarmenmarkt 1799. Der Name verweist auf das Elitekavallerieregiment der „Gens d’armes“, das lange Zeit für Sicherheit und Ordnung in diesem Viertel sorgte. Der Begriff „Gendarmenmarkt“ bedeutet wörtlich „Platz der Gendarmen“.

1736 genehmigte Friedrich Wilhelm I. den Bau der Stallungen der Gendarmerie am Platz. Sein Nachfolger, Friedrich der Große, ließ diese 1773 abreißen und plante stattdessen repräsentative Gebäude, die den Platz zu einem kulturellen Zentrum machen sollten.

So entstand zwischen den beiden Kirchen das erste französische Komödientheater Berlins. 1802 wurde es durch das Nationaltheater ersetzt, das etwa 2000 Zuschauer fasste. Nach einem verheerenden Brand 1817 wurde das Theater durch das heutige Gebäude des Königlichen Schauspielhauses ersetzt, das 1821 eröffnet wurde und heute als Konzerthaus Berlin bekannt ist.

Auf dem Gendarmenmarkt wurden später Denkmäler errichtet, darunter das Schillerdenkmal vor dem Schauspielhaus, das zum 100. Geburtstag des Dichters eingeweiht wurde.

Der Gendarmenmarkt im Zweiten Weltkrieg und heute

Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Gendarmenmarkt schwer beschädigt. Der Wiederaufbau begann unmittelbar nach Kriegsende. 1950 wurde der Platz zu Ehren des 250-jährigen Bestehens der Preußischen Akademie der Wissenschaften in „Platz der Akademie“ umbenannt.

Der Gendarmenmarkt spielte lange eine politische Rolle. Am 2. Oktober 1990, am Vorabend der Wiedervereinigung Deutschlands, fand hier die letzte Sitzung der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik statt. An diesem Tag erklang Beethovens Ode „An die Freude“, die die Einheit des Landes symbolisierte.

1991 erhielt der Platz seinen historischen Namen zurück. Heute ist der Gendarmenmarkt ein Ort zum Entspannen, Spazierengehen und Genießen. Er ist nicht nur ein Wahrzeichen Berlins, sondern auch Deutschlands und zieht Besucher aus aller Welt an.

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