Montag, Februar 9, 2026

Der Berliner Dom – Die größte protestantische Kirche Deutschlands

Einer der schönsten Sakralbauten Deutschlands und der Welt, der Berliner Dom, beeindruckt mit seiner prachtvollen Innen- und Außengestaltung. Seine Kuppel ist ein markantes Element der Berliner Stadtsilhouette. Von der Kuppel aus eröffnet sich ein Panoramablick über die Stadt. In der Kirche befindet sich die Hohenzollerngruft – die Begräbnisstätte der Dynastie. Besonders hervorzuheben sind der prächtige Altar und die imposante Kaiserliche Treppe. Mehr über die Baugeschichte und architektonischen Besonderheiten dieses beeindruckenden Bauwerks erfahren Sie auf berlinfuture.eu.

Mittelalterliche Wurzeln

Die Geschichte des Berliner Doms reicht ins Mittelalter zurück, als an seiner Stelle eine andere Kapelle errichtet wurde. 1451 ließ sich Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg im neu erbauten Berliner Stadtschloss nieder, in dem sich auch eine katholische Kapelle befand. Drei Jahre später wurde die Kapelle zu einer Pfarrkirche umgebaut und mit Reliquien und Altären ausgestattet.

1465 erhielt die Kirche den Status einer Kollegiatkirche, was bedeutete, dass sie mit Einkünften und Ländereien ausgestattet war. 1538 wurde eine neue Westfassade mit zwei Türmen hinzugefügt. 1539 wurde die Kirche lutherisch. Kurfürst Joachim II. Hector bereicherte das Gebäude mit prachtvollen Verzierungen. Ab 1545 nutzte die Hohenzollern-Familie die Kirche als Begräbnisstätte.

1608, nach dem Regierungsantritt von Kurfürst Johann Sigismund, wurde die Kollegiatkirche aufgelöst und in die „Oberpfarr- und Domkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Cölln“ umbenannt (damals existierte die Stadt Cölln auf dem heutigen Gebiet Berlins). Sie wurde zur ersten reformierten Kirche Berlins und blieb bis 1695 die einzige. 1717 erhielt die Kirche eine neue barocke Fassade mit zwei Türmen. 1747 wurde das Gebäude vollständig abgerissen, um Platz für eine barocke Erweiterung des Berliner Schlosses zu schaffen. An seiner Stelle entstand eine barocke Kirche mit einer Tambourkuppel. Etwa 70 Jahre später rekonstruierte Karl Friedrich Schinkel das Gebäude im klassizistischen Stil.

Der heutige Dom wurde zwischen 1894 und 1905 auf Befehl von Wilhelm II., dem letzten deutschen Kaiser und preußischen König, errichtet. Das Bauwerk im Stil der italienischen Hochrenaissance mit barocken Einflüssen wurde am 27. Februar 1905 feierlich eröffnet. Heute dient die Kirche der evangelischen Gemeinde Berlins und der umliegenden Bezirke.

Zerstörung und Wiederaufbau

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Berliner Dom schwer beschädigt. Am 24. Mai 1944 fing die Laterne der Kuppel Feuer. Das Feuer konnte nicht gelöscht werden, und die Laterne stürzte in das Hauptschiff. Die Hauptkirche und die Hohenzollerngruft wurden weitgehend zerstört. Zwischen 1949 und 1953 erhielt das Gebäude ein provisorisches Dach.

1975 begann eine umfangreiche Restaurierung, bei der der ursprüngliche Entwurf vereinfacht und der Nordflügel abgerissen wurde. Die DDR-Regierung verlangte, dass so viele Kreuze wie möglich entfernt werden sollten. 1980 wurden die Tauf- und Traukirche für Gottesdienste wieder eröffnet. Die Restaurierung des Hauptschiffs begann 1984 und wurde 1993 abgeschlossen. 2008 wurde ein neues goldenes Kreuz auf der Kuppel angebracht. Die Orgel von Wilhelm Sauer wurde ebenfalls während der Restaurierung vollständig erneuert.

Ein architektonisches Meisterwerk

Der Berliner Dom, ein zentrales Bauwerk im Stil der italienischen Hochrenaissance mit barocken Einflüssen, war ursprünglich in drei Bereiche unterteilt: die Predigtkirche, die Tauf- und Traukirche sowie die Denkmalkirche (heute nicht mehr vorhanden). Die opulente Innenausstattung mit Mosaiken, goldenen Details und prächtigen Statuen spiegelt die Vorliebe des späten 19. Jahrhunderts für Pracht und Monumentalität wider. Zu den herausragenden Kunstwerken gehören der Marmor- und Onyxaltar von Friedrich August Stüler und das weiße Marmortaufbecken von Christian Daniel Rauch.

Der monumentale Kuppelbau, gekrönt von einer Laterne mit goldenem Kreuz und flankiert von vier Türmen, ist eine dominierende Erscheinung im Berliner Stadtbild. Vor dem Zweiten Weltkrieg erreichte die Kuppel eine Höhe von 114 Metern, heute misst sie 98 Meter. Der Dom ist das höchste Gebäude auf der Museumsinsel und die größte protestantische Kirche Deutschlands.

Die Hohenzollerngruft, eine wichtige Begräbnisstätte der Dynastie, beherbergt 90 Sarkophage aus dem späten 16. bis frühen 20. Jahrhundert. Die Hohenzollern regierten die Region von 1415 bis 1918.

Ein Muss für Besucher

Der imposante Berliner Dom ist ein Wahrzeichen im Stadtzentrum. Besucher können die Aussichtsplattform unter der Kuppel, ein kleines Museum zur Geschichte des Doms und die Hohenzollerngruft besichtigen. Besonders beeindruckend sind die Glasfenster, Mosaiken, der erhaltene Altar und die Orgel. Von der Kuppel bietet sich ein fantastischer Blick auf das Zentrum Berlins, den Lustgarten und die Museumsinsel.

Der Dom beherbergt einen Chor (Berliner Domkantorei) und ein Bläserensemble (Berliner Dombläser). Außerdem ist er der Hauptsitz des bekannten Staats- und Domchores Berlin. Regelmäßige Gottesdienste und Konzerte machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Die Kombination aus historischer Architektur, beeindruckender Kunst und spiritueller Atmosphäre macht den Berliner Dom zu einem der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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